VMware Horizon und ThinPrint

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Support-Ende: 2022-12-31

ThinPrint-Engine Versionen für VMware Horizon

In Bezug auf die ThinPrint Engine für virtuelle Horizon-Desktops hat sich mit der ThinPrint-Version 12 folgendes geändert:

ThinPrint 11 ThinPrint 12
Bezeichnung ThinPrint Engine for Horizon Installer-Rolle Desktop Engine oder Remote Desktop
Installationsroutine • Virtual-Desktop-Umgebung: separater Installer für die ThinPrint Engine for Horizon
• Terminal-Server-Umgebung: Installer der ThinPrint Engine
• Virtual-Desktop-Umgebung: Installer der ThinPrint Engine mit der Rolle Desktop Engine, siehe erster Screenshot
• Terminal-Server-Umgebung: Installer der ThinPrint Engine mit der Rolle Remote Desktop, siehe zweiter Screenshot
Dokumentation siehe Installationsvorbereitungen der ThinPrint Engine for Horizon siehe Technische Anforderungen für die Installation auf Remote Desktops

Wozu virtuelles Drucken?

Zum Drucken benötigt man sogenannte Treiber. Diese gewährleisten ein layout­gerechtes Umsetzen der zu druckenden Anwendungsdaten in ein für den jeweiligen Drucker verständliches Format.

Druckertreiber werden in der Regel von den Geräteherstellern programmiert. Wegen der Vielzahl der Modelle sind die Hersteller bemüht, jeweils möglichst viele davon mit einem Serien- oder Universaltreiber abzudecken. Das gelingt ihnen mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Deshalb müssen IT-Administrator/innen bei jedem neu angeschafften Druckermodell erst einmal testen, welcher Treiber mit den im Unternehmen eingesetzten Anwendungen das beste Ergebnis liefert.

Anschließend muss der neue Druckertreiber im Unternehmen verteilt werden – auf Workstations, Druckserver oder Horizon-Desktops –, überall dorthin, wo Druck­aufträge generiert resp. gerendert werden. Der Aufwand hierfür steigt beträchtlich mit der Größe einer IT-Umgebung. Diesen gilt es zu reduzieren – wofür sich in erster Linie zwei Strategien etabliert haben:

  • Virtualisierung der Druckertreiber
  • Zentralisierung der Druckertreiber

Bei der Virtualisierung nutzen Sie dort, wo eine Anwendung läuft, lediglich einen vir­tuellen Druckertreiber. Die damit generierten Druckaufträge werden dann dorthin gesendet, wo der (native) Druckertreiber installiert ist, um dort endgültig gerendert zu werden. Dabei kann es jedoch nötig sein, die Druckertreiber auf viele Workstations zu verteilen. Mit der Zentralisierung der Druckertreiber ist aber auch das Verteilen nicht mehr nötig. Die Treiber müssen nur noch auf einem oder wenigen Druckservern installiert werden.

Die Drucklösung

Die Unternehmen VMware und ThinPrint haben gemeinsam ein Konzept entwi­ckelt, mit dem Sie beide Strategien nutzen und miteinander kombinieren können. Das VMware-Modul für die Virtualisierung der Druckertreiber heißt Virtuelles Dru­cken resp. Virtual Printing. Es ist Bestandteil des Horizon Agents. Darüber hinaus kann es optional mit anderen ThinPrint-Lösungen erweitert werden – bis hin zur Zen­tralisierung von Treibern, Druckern und deren Verwaltung.

Dieses Druckermanagement ist skalierbar von einer kleinen Umgebung mit einigen zig Horizon-Desktops bis hin zu einer großen Umgebung mit beispielsweise 10.000 Druckern sowie Druckservern im Data-Center wie auch in entfernten Filialen. Im Fol­genden werden Ihnen sowohl die in VMware Horizon integrierten ThinPrint-Kompo­nenten vorgestellt als auch die Erweiterungsmöglichkeiten mit Hilfe verschiedener Produkte und Komponenten aus der ThinPrint-Familie.

Die Horizon-Agent-Option Virtuelles Drucken besteht nicht nur aus dem eigent­lichen virtuellen Druckertreiber, sondern sie umfasst folgende Komponenten:

  • TP Output Gateway und TP Output Gateway PS
    (virtueller und universeller Druckertreiber für Windows und Mac / Linux)
  • ThinPrint-Druckmonitor (zum Komprimieren und Senden der Druckdaten)
  • AutoConnect (für das Druckermapping auf dem Horizon-Desktop)

Darüber hinaus sind in VMware Horizon noch folgende ThinPrint-Komponenten zu finden:

  • Standortbasierter Druck (Location-Based Printing)
  • ThinPrint Client (integriert in den VMware Horizon Client für Windows sowie in die für Apple Mac OS und für IGEL-Thin-Clients. Ab Horizon 6 unterstützt die Windows-Version des ThinPrint Clients auch das Session-in-Session-Drucken – sowohl mit klassischen virtuellen Desktops als auch mit virtuellen Remote-Desktop-Session-Hosts (ehemals Terminal-Server).

 

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