ThinPrint Output Gateway auf Remote Desktops

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Übersicht

Das TP Output Gateway ist ein virtueller Druckertreiber (siehe Spalte Modell im folgenden Bild), der es ermöglicht, Druckdaten auf einem entfernten Rechner (Workstation oder Druckserver) mit Hilfe des nativen Druckertreibers zu rendern (der dort instal­liert ist). Da auf dem Rechner, auf dem die Anwendungen laufen, außer dem Output Gateway kein weiterer nativer Druckertreiber erforderlich ist, heißt dieses Druck­verfahren Driver Free Printing. Dabei bezieht sich das “Driver Free” natürlich nur auf die Terminal-Server.

Die Nutzeroberfläche des Output Gateways ist in 16 Sprachen verfügbar (siehe unten).

Treiber TP Output Gateway im Drucker-Ordner des Servers

Treiber TP Output Gateway im Drucker-Ordner des Servers

Die Druckdaten werden beim Driver Free Printing vom Terminal-Server zum Cli­ent-Rechner im windowseigenen Datenformat EMF übertragen – bandbreitenbe­grenzt, komprimiert, gestreamt und, wenn gewünscht, auch verschlüsselt.

Namenskonvention

Die auf dem TP Output Gateway basierenden Druckerobjekte können Sie behandeln wie jedes andere Druckerobjekt auch. Um sie anstelle eines nativen (konventionellen) Drucktreibers nutzen zu können, müssen Sie sie in der Regel entsprechend den Thin­Print-Namenskonventionen benennen. Entweder, Sie benutzen sie als Template für die Komponente AutoConnect, oder Sie benennen sie so um, dass sie einen bestimmten Drucker direkt adressieren.

Beispiel: Drucker direkt adressieren (TCP/IP-Drucken)

Client:

Clientname client1
Drucker-ID 3
IP-Adresse 192.8.1.5
Druckername HP LaserJet 5L

Server:

Druckername HP LaserJet 5L#client1:3
     oder HP LaserJet 5L#192.8.1.5:3

Output-Gateway-Druckerobjekte können Sie manuell im Drucker-Ordner über Dru­cker hinzufügen und „Hersteller“ ThinPrint anlegen. Dabei sind die Drucker mit einem ThinPrint Port zu verbinden.

 

Papierformate und -quellen

Bei Papierformaten und Papierquellen (= Auswahl von Papierfächern oder manuel­lem Papiereinzug) werden nach dem Anlegen eines Output-Gateway-Dru­ckers oder -Templates einige Standardoptionen angeboten, die durch weitere Optio­nen ergänzt werden können – sofern sie von den clientseitigen Druckertreibern unterstützt werden. Hierbei stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Für Drucker, die durch AutoConnect angelegt werden: automatisches Laden der Druckereigenschaften vom ThinPrint Client zur ThinPrint Engine
  • Für manuell angelegte Drucker: Papierformate und -quellen in der Registrierung des Servers festlegen

Voreinstellungen auf dem Server (nur Administratoren)

Die folgenden Einstellungen können im Drucker-Ordner des Servers für alle Templa­tes vorgenommen werden, die als Druckertreiber das TP Output Gateway nutzen (z. B. _#ThinPrint Output Gateway); damit wirken sie sich auf alle Drucker aus, die mit Hilfe dieser Templates in einer Terminal-Sitzung angelegt werden.

  • Wählen Sie beispielsweise im Drucker-Ordner des Servers für das Template _#ThinPrint Output Gateway:
    Datei→ Eigenschaften→ Geräte-Einstellungen.

Komprimierungs­bereich

Für die Komprimierung der Druckdaten stehen Ihnen fünf Optionen zur Verfügung:

Komprimierungsbereich Bedeutung
Ohne Bilder Nur der Text wird gedruckt
Hohe Bildkomprimierung Text verlustfrei, geringe Bildqualität
Gute Komprimierung Text verlustfrei, mittlere Bildqualität
Hohe Bildqualität Text verlustfrei, hohe Bildqualität
Verlustfreie Komprimierung Text und Bilder verlustfrei

Sie können an dieser Stelle den Bereich für die Komprimierungsstufen festlegen, die Nutzer/innen in einer Sitzung einstellen können. Wählen Sie beispielsweise Hohe Bildqualität, steht den Nutzer/innen die Stufe Verlustfreie Komprimierung nicht zur Verfügung. Die Voreinstellung der Komprimierungsstufe an sich wird hingegen im Register Erweitert→ Standardwerte→ Komprimierung gewählt.

SpeedCache

Weiterhin kann in diesem Register die Option SpeedCache für die Nutzer/innen einer Terminal-Sitzung freigegeben oder gesperrt werden.

SpeedCache macht das Drucken noch schneller und effizienter. SpeedCache prüft pro Druckauftrag, ob sich grafische Elemente (z. B. Logos) wiederholen und überträgt sie dann nur einmal. Dadurch wird die Server-Client-Kommunikation reduziert, ohne zu zusätzlicher Prozessorlast zu führen.

Komprimierungsbereich, SpeedCache und weitere Eigenschaften festlegen

Komprimierungsbereich, SpeedCache und weitere Eigenschaften festlegen

Nutzer-Richtlinien

Unter Einschränkungen für Nutzer können Sie mit der Option Nur Graustufen festlegen, ob generell nur in Graustufen gedruckt werden darf und / oder mit der Option Immer beidseitig drucken, ob nur beidseitiges Drucken erlaubt sein soll. Daraufhin sind die entsprechenden Optionen für alle Nutzer/innen in deren Sitzungen ausgegraut (siehe die Pfeile im folgenden Bild).

Farbe und einseitiger Druck (Kein) für Nutzer/innen ausgegraut

Farbe und einseitiger Druck (Kein) für Nutzer/innen ausgegraut

Seitenkonfiguration

Unter Erweitert→ Standardwerte können Sie im Register Seitenkonfiguration Papier- und Farb-Voreinstellungen vornehmen, zum Beispiel A4 oder Letter als Papierformat. Weiterhin haben Sie die Auswahl für Doppelseiten­druck-Optionen: Lange Seite oder Kurze Seite (= Kante für das Umblättern).

Papierformat, Druckauflösung, Farbe u. a. serverseitig voreinstellen

Papierformat, Druckauflösung, Farbe u. a. serverseitig voreinstellen

Erweitert

Im Register Erweitert können Sie u. a. voreinstellen, ob die Druckaufträge ohne ein Popup-Menü zum Drucker gesendet werden sollen (Direkt drucken). Alter­nativ dazu kann auch eine Druckvorschau auf einer Workstation erscheinen oder dort das User-Interface des Original-Druckertreibers aufgeblendet werden, um spezielle Druckoptionen auswählen zu können (Meine Druckeinstellun­gen öffnen); das setzt jedoch voraus, dass die Druckaufträge zu einer Windows-Workstation gesendet werden.

Mit Seitenanpassung wählen Sie, wie standardmäßig reagiert werden soll, wenn der druckbare Bereich von Dokument und Papierformat des Druckertreibers nicht übereinstimmen. Mit der Option Skalieren wird die Größe des Ausdrucks geändert, und mit Rand anpassen wird der Druckbereich verschoben. Empfohlen wird, diese Einstellungen für Drucker-Templates aktiviert zu lassen.

Mit der Option Als Bild drucken können Sie Layoutprobleme beheben. Aus Per­formance-Gründen sollten Sie jedoch zuvor die in der Anleitung Schriftenprobleme lösen beschriebenen Schritte ausführen.

Druckmodus, Skalierung und Randanpassung serverseitig voreinstellen

Druckmodus, Skalierung und Randanpassung serverseitig voreinstellen

Komprimierungs­stufe

Im Register Komprimierung kann festgelegt werden, welche Komprimierungsstufe für die Nutzer/innen voreingestellt ist. Die Zahl der angezeigten Stufen hängt vom eingestellten Komprimierungsbereich ab.

Komprimierungsstufe serverseitig voreinstellen

Komprimierungsstufe serverseitig voreinstellen

Die festgelegten Einstellungen für Templates werden als Standardeinstellungen in einer Terminal-Sitzung angezeigt. Diese können innerhalb einer Sitzung von den Nutzer/innen geändert werden.

Einstellungen in einer Desktop-Sitzung

Folgende Eigenschaften der auf Windows-Workstations installierten Drucker können mit der ThinPrint-Komponente AutoConnect vom Client zum Server gesendet wer­den:

  • Farbe/Graustufen
  • Papierquelle
  • beidseitig / einseitig (duplex / simplex)
  • Finishing-Optionen wie Klammern, Lochen, Binden
  • Druckauflösung
  • Papierformat
  • Kommentar und Ort

Innerhalb einer Terminal-Sitzung können die Nutzer/innen diese Drucker-Einstellun­gen vor dem Ausdruck ändern (außer Kommentar und Ort). Beispielsweise können sie folgende Einstellungen im Register Seitenkonfiguration vornehmen: Papierformat, Druckqualität, Papierquelle, Farbe oder Graustufen, Ausrichtung und Beidseitiger Druck (Print on both sides). Dabei werden die Optionen des nati­ven Druckertreibers im User Interface des Output Gateways angezeigt – im folgenden Beispiel sind das die Papierquellen.

Anzeige der Papierquellen im User-Interface eines nativen Treibers (links) und im Output-Gateway-Interface (rechts)

Anzeige der Papierquellen im User-Interface eines nativen Treibers (links) und im Output-Gateway-Interface (rechts)

Drucken mit Vorschau

Haben die Nutzer/innen Druckvorschau gewählt, dann erscheint der Druckauftrag im ThinPrint-Viewer – das setzt voraus, dass die Druckaufträge zu einer Windows-Workstation gesendet werden. Hier können sie folgende Funktionen nutzen:

  • Drucken auf einen beliebigen Drucker, der an den Client-Rechner angeschlossen ist oder von ihm aus erreicht werden kann
  • Navigieren in mehrseitigen Dokumenten
  • Ansicht vergrößern (zoomen)
  • Empfang eines Druckauftrages abbrechen
  • Druckauftrag speichern (Dateityp: .tpf für komprimierte EMF-Daten)
Druckmodus, Skalierung, Randanpassung und Als Bild drucken (print as image) in einer Sitzung

Druckmodus, Skalierung, Randanpassung und Als Bild drucken (print as image) in einer Sitzung

ThinPrint-Vorschau auf dem Client-Rechner (Wasserzeichen = Demo-Lizenzschlüssel aktiv)

ThinPrint-Vorschau auf dem Client-Rechner (Wasserzeichen = Demo-Lizenzschlüssel aktiv)

Beim Drucken mit Vorschau erscheinen die Druckoptionen innerhalb der Termi­nal-Sitzung im Design des Output Gateways. Nach dem Empfang des Druckauftrages auf dem Client-Rechner wird dieser in einem Vorschaufenster angeboten. Die Druckoptionen erscheinen nun im Design des Origi­nal-Druckertreibers.

Finishing-Optionen

Vorausgesetzt, Ihr Drucker unterstützt Finishing-Optionen, finden Sie diese im gleichnamigen Register. Sie können hier beispielsweise festlegen, ob und wie die ausgedruckten Exemplare geheftet oder gelocht werden sollen. (Voraussetzung: Der Drucker muss Print Tickets von Microsoft unterstützen. Wenn Sie wissen möchten, ob und welche Finishing-Optionen von einem bestimmten Druckermodell unterstützt werden, können Sie den ThinPrint Finishing Detector von der Seite ThinPrint-Clients und -Tools herunterladen. Installieren Sie das Tool auf dem Rechner, auf dem die Druckertreiber installiert sind.)

Hier kann außerdem eingestellt werden, wie viele Seiten pro Blatt und in welcher Reihenfolge gedruckt werden sollen.

Finishing-Optionen in einer Sitzung

Finishing-Optionen in einer Sitzung

Meine Druckeinstellungen öffnen

Falls ein Drucker über eine Funktion verfügt, die im User-Interface des Output Gate­ways nicht verfügbar ist, dann können die Nutzer/innen hierzu das User-Interface des Original-Druckertreibers verwenden. Dazu wählen sie Meine Druckein­stellungen öffnen. Das setzt ebenfalls voraus, dass die Druckaufträge zu einer Windows-Workstation gesendet werden, auf der diese mit dem nativen Treiber gerendert werden.

Einstellungen des nativen Treibers auf einer Workstation automatisch geöffnet

Einstellungen des nativen Treibers auf einer Workstation automatisch geöffnet

Sprache des Output-Gateway-Druckdialogs umstellen

Nach Installation der ThinPrint Engine erscheint der Output-Gateway-Druckdialog in der Sprache, in der die Software installiert wurde (englisch, deutsch, französisch oder spanisch). Hierfür verantwortlich ist der Windows-Registrierungs­wert:

hkey_local_machine\software\ThinPrint\Lang

Bei Multi-Language-Packs von Windows kann jede/r Nutzer/in diesen Druckdialog in seiner/ihrer Anzeigesprache bekommen. Dafür ändert man den Registrie­rungswert Lang von enu, deu, fra bzw. esn auf def. Diese eine Einstellung ist ausrei­chend, wenn beispielsweise alle Nutzer/innen eines Terminal-Servers den Out­put-Gateway-Druckdialog in derselben Sprache wie ihr Windows-Desktop angezeigt bekommen sollen.

Soll einzelnen Nutzer/innen jedoch eine abweichende Sprache zugewiesen wer­den, muss – innerhalb der Sitzungen – der folgende Wert auf einen der Sprachkürzel in der untenstehende Tabelle gesetzt werden:

hkey_current_user\software\ThinPrint\Lang

Chinesisch, traditionell (CHT) Italienisch (ITA) Schwedisch (SVE)
Chinesisch, vereinfacht (CHS) Japanisch (JPN) Spanisch (ESN)
Deutsch (DEU) Koreanisch (KOR) Thailändisch (THA)
Englisch, amerikanisch (ENU) Polnisch (PLK) Tschechisch (CSY)
Französisch (FRA) Portugiesisch (PTG) Ungarisch (HUN)
Griechisch (ELL) Russisch (RUS)
Lokalisierung des Output Gateways (Beispiele für JPN und ELL)

Lokalisierung des Output Gateways (Beispiele für JPN und ELL)

 

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