Beispielkonfiguration

722 views 0

Beispielszenario

Die Installationsroutinen der Server-Komponente ThinPrint Engine und der Cli­ent-Komponente ThinPrint Client Windows sind so programmiert, dass nach deren Installation ohne Konfiguration sofort gedruckt werden kann – sofern Sie den RDP-Typ des ThinPrint Clients Windows installieren – bei Citrix-XenApp-Servern auch den ICA-Typ – bei vmware Horizon den PCoIP-Typ.

Diese Plug-and-play-Installation kann nicht für jede Umgebung genutzt werden, weil u. a. eine Windows-Workstation vorausgesetzt wird. Deshalb werden Ihnen die wichtigsten Konfigurationsmöglichkeiten an Hand eines Beispielszenarios illustriert. Auf dieses Beispielszenario wird im Folgenden jeweils hingewiesen.

Beispielszenario mit Client- und Nutzernamen

Beispielszenario mit Client- und Nutzernamen

Unser Beispielszenario vereint ein paar typische Client- und Verbindungstypen in einer Terminal-Server-Umgebung. Dabei finden Sie als Client-Typen sowohl eine Workstation und einen Thin Client als auch einen lokalen Druckserver.

Die folgenden Tabelle enthält die für die Beispielkonfiguration notwen­dige Beschreibung zur Druckumgebung.

Rechnername Account Drucker ThinPrint-Client-Typ Druckmodus
client1 user1 Samsung ML-2525 TCP/IP-Typ des ThinPrint Clients Linux mit nativem Druckertreiber
ps06 Lexmark T644 ThinPrint Client Service Windows (TCP/IP) Driver Free Printing
client2 user2 HP Color LaserJet RDP-Typ des ThinPrint Clients Windows Driver Free Printing

Statt des Protokolls RDP können Sie auch ICA verwenden. In diesem Fall nehmen Sie alle RDP-spezifischen Installationen und Konfigurationen für ICA vor.

Clientseitige Konfiguration

Thin Client konfigurieren

client1: ThinPrint Client Linux (TCP/IP) auf dem Thin Client

  • Wählen Sie für das Beispielszenario einen Thin Client mit integriertem ThinPrint Client.
  • Öffnen Sie die Konfiguration des Thin Clients (hier: Igel Linux), und legen Sie zunächst einen Drucker unter Printer→ CUPS→ Printers an (Achtung: nicht unter ThinPrint), siehe Pfeil links im folgenden Bild.
  • Wählen Sie ADD (Klick auf den Stern, siehe rechter Pfeil im folgenden Bild).
  • Vergeben Sie einen Druckernamen (ohne Leerzeichen), wählen ggf. einen Druckerport und klicken Sie auf den Button Detect Devices (mittlere Pfeile im folgenden Bild).
  • Es öffnet sich das Fenster Select available device (folgendes Bild unten), wo Sie den Drucker auswählen können.
Thin Client Igel Linux: Drucker unter CUPS einrichten

Thin Client Igel Linux: Drucker unter CUPS einrichten

  • Den erfolgreich angelegten Drucker unter CUPS zeigt das folgende Bild.
Thin Client Igel Linux: unter CUPS eingerichteter Drucker

Thin Client Igel Linux: unter CUPS eingerichteter Drucker

  • Wechseln Sie nun zu ThinPrint→ Printer (Pfeil links im folgenden Bild).
  • Klicken Sie auf Add (Stern) und geben Sie den Druckernamen an. Hier können Sie Leerzeichen benutzen.
  • Klicken Sie auf den Button Detect Devices.
  • Es öffnet sich das Fenster Select available device, wo Sie Ihren Drucker als CUPS-Drucker auswählen.
Thin Client Igel Linux: CUPS-Drucker bei ThinPrint anlegen

Thin Client Igel Linux: CUPS-Drucker bei ThinPrint anlegen

  • Aktivieren Sie diesen ThinPrint-Drucker (Pfeil im folgenden Bild).
Thin Client Igel Linux: ThinPrint-Drucker aktivieren

Thin Client Igel Linux: ThinPrint-Drucker aktivieren

Das Ergebnis zeigt das folgende Bild. Der Drucker ist nun für ThinPrint eingerichtet.

Thin Client Igel Linux: ThinPrint-Drucker erfolgreich eingerichtet

Thin Client Igel Linux: ThinPrint-Drucker erfolgreich eingerichtet

Einstellungen für Thin Clients auf dem Server finden Sie im Abschnitt LPR/LPD-Drucken mit Linux-, Mac- oder Windows-CE-Clients.

 

Lokalen Druckserver konfigurieren

ps06: ThinPrint Client Service Windows auf dem lokalen Druckserver

  • Installieren Sie für das Beispielszenario den Drucker Lexmark T644.
Auf lokalem Druckserver ps06 installierter Drucker

Auf lokalem Druckserver ps06 installierter Drucker

  • Installieren Sie den ThinPrint Client Service Windows. Siehe hierfür ThinPrint Client Windows.
  • Öffnen Sie den ThinPrint Client Manager. Ermitteln Sie die Drucker-ID des Lexmark T644 im Register Zuordnung.
Drucker-ID des Lexmark T644 ermitteln (hier: 1)

Drucker-ID des Lexmark T644 ermitteln (hier: 1)

Workstation konfigurieren

client2: RDP-Typ des ThinPrint Clients Windows auf der Workstation

Voraussetzung: Ein Remote-Desktop-Client ist installiert. Es gilt das Beispielszenario.

  • Installieren Sie für das Beispielszenario den Drucker HP Color LaserJet.
  • Installieren Sie den RDP-Typ des ThinPrint Clients Windows. Siehe hierfür Thin­Print Client Windows.
    Der ThinPrint Client wird automatisch mit einer RDP-Sitzung gestartet. Er braucht für die Beispielinstallation nicht konfiguriert zu werden.
Lokal auf client2 installierter Drucker

Lokal auf client2 installierter Drucker

Serverseitige Konfiguration

Alle serverseitigen Tätigkeiten zur Konfiguration müssen auf jedem Terminal-Server einer Server-Farm durchgeführt werden (für Import, Export oder Senden der Konfigu­ration siehe Port-Konfiguration verteilen).

Voraussetzung: Die ThinPrint Engine wurde bereits installiert. Es gilt das Beispielszenario.

 

ThinPrint Ports und Drucker-Templates anlegen

  • Öffnen Sie die ThinPrint-Konfiguration.
ThinPrint-Konfiguration starten

ThinPrint-Konfiguration starten

  • Für jede remote zu konfigurierende ThinPrint Engine wählen Sie Hinzufügen (Pfeil im folgenden Bild) und geben anschließend die Rechneradresse an.
    Für die lokal installierte ThinPrint Engine klicken Sie im Konsolenstamm auf ThinPrint Engine.
Konfigurationskonsole für Server-Komponenten öffnen

Konfigurationskonsole für Server-Komponenten öffnen

  • Wählen Sie dann ThinPrint→ ThinPrint Engine→ Port Manager (unterer Pfeil im folgenden Bild).
ThinPrint Port(s) in der Konfigurationskonsole (= Port Manager)

ThinPrint Port(s) in der Konfigurationskonsole (= Port Manager)

  • Legen Sie den folgenden ThinPrint Port durch Klicken auf das Icon Neuer Thin­Print Port neu an, und stellen Sie das Protokoll ein:
Portname Porttyp (Protokoll)
RDP1: VCP = Virtual-Channel-Protokoll (ICA oder RDP)

Porttyp für den Port RDP1: wählen und <span style=

Ein neuer ThinPrint Port

ein neuer ThinPrint Port

  • Damit AutoConnect für jeden Client-Drucker einen entsprechenden Drucker in der Terminal-Sitzung anlegen kann und damit diese auch über verschiedene Verbindungen drucken können, legen Sie im Drucker-Ordner folgende Drucker­templates an:
Druckername ThinPrint Port Druckertreiber
_#Samsung ML-2525  ThinPort: Samsung ML-2525W Series
_#RDP RDP1: TP Output Gateway
Zwei neue Druckerobjekte als Templates angelegt

Zwei neue Druckerobjekte als Templates angelegt

Hinweis! Seit Windows 2012 R2 können Typ-4-Treiber nicht mit Third-party-Druckerports verbunden werden. Verwenden Sie für ThinPrint Ports deshalb Typ-3-Treiber.

Beispiel für einen Typ-3-Treiber, hier Lexmark T644 (MS)

Beispiel für einen Typ-3-Treiber, hier Lexmark T644 (MS)

  • Weisen Sie den beiden Druckertemplates _#Samsung ML-2525 und _#RDP über Eigenschaften→ Sicherheit folgende Rechte zu:
    • alle Nutzer und Gruppen außer Administratoren and All Application Packa­ges (falls vorhanden) entfernen
    • SYSTEM hinzufügen und Vollzugriff gewähren
  • Wechseln Sie zur Port-Konfiguration und kontrollieren Sie die richtige Zuord­nung der neuen Drucker zu den ThinPrint Ports (ggf. zum Aktualisieren F5 drücken).
Die neuen Templates (rechte Spalte) verbunden mit den ThinPrint Ports (linke Spalte)

Die neuen Templates (rechte Spalte) verbunden mit den ThinPrint Ports (linke Spalte)

 

AutoConnect konfigurieren

  • Im Konsolenstamm (links) wählen Sie Dynamic Printer Matrix. Damit AutoConnect die Drucker von client1 und client2 für die Sitzungen von user1 bzw. user2 anlegen kann, fügen Sie in den beiden ersten Zeilen folgende Einträge hinzu:
IP-Bereich Clientname Druckername Benutzer / Gruppe Zieldrucker
* * * \\ourdomain\user1 Samsung ML-2525
* * * \\ourdomain\user2 RDP
Dynamic Printer Matrix öffnen

Dynamic Printer Matrix öffnen

Hinweise:

  • Um in den Editiermodus zu gelangen, klicken Sie doppelt in die graue Fläche.
  • AutoConnect sucht für jeden Drucker, der im ThinPrint Client der Workstation aktiviert ist, die Zeilen der Dynamic Printer Matrix von oben nach unten durch. Sobald ein passender Eintrag gefunden wird, wird der entsprechende Drucker in der Sitzung angelegt und die Suche gestoppt. Untere Zeilen wer­den somit nur relevant, wenn die Bedingungen der oberen Zeilen für diesen Client-Drucker nicht zutreffen.
Dynamic Printer Matrix

Dynamic Printer Matrix

Einen Drucker manuell anlegen

  • Legen Sie für den Drucker im Drucker-Ordner des Terminal-Servers folgendes Druckerobjekt an:

Lexmark T644#ps06:1

Verbinden Sie ihn mit dem Druckeranschluss ThinPort:.

Drucken

  • Bauen Sie von beiden Client-Rechnern aus eine Remotedesktop-Verbindung zur Terminal-Server-Farm auf; melden Sie sich hierbei entsprechend unserem Beispielszenario als user1 bzw. user2 an. Im Drucker-Ordner  der beiden Termi­nal-Sitzungen erscheinen die Drucker.
  • Öffnen Sie eine Anwendung, und drucken Sie auf jeden dieser Drucker.
Drucker von user1 in einer Terminal-Sitzung entspr. Beispielkonfiguration

Drucker von user1 in einer Terminal-Sitzung entspr. Beispielkonfiguration

Drucker von user2 in einer Terminal-Sitzung entspr. Beispielkonfiguration

Drucker von user2 in einer Terminal-Sitzung entspr. Beispielkonfiguration

Dabei werden die Druckaufträge von den ThinPrint Clients folgendermaßen empfan­gen und an die Drucker weiter geleitet:

Clientname (Username) Druckprotokoll Adressierte Drucker-ID Zieldrucker
ws2776 (user1) RDP 2 HP Color LaserJet 3600
ps06 (user1 + user2) TCP/IP 1 Lexmark T644
ws2307 (user2) TCP/IP 2 Samsung ML-2525

Beachten Sie bitte auch, welche Drucker in Terminal-Sitzungen einen nativen Treiber verwenden oder das TP Output Gateway (siehe die Spalte Modell in den obigen Bildern)

Troubleshooting

Falls wider Erwarten entweder AutoConnect nicht die gewünschten Drucker anlegt oder das Drucken selbst nicht funktioniert, überprüfen Sie bitte folgende Punkte, bevor Sie den ThinPrint-Support kontaktieren.

Zur Generierung von Konfigurationsreports und zur Fehlersuche nutzen Sie bitte das ThinPrint Diagnostic Utility.

Für AutoConnect-Fragen verwenden Sie bitte auch die AutoConnect-Diagnose. Wählen Sie für einen markierten Eintrag die Funktion Detaillierte Diag­nose, dann erhalten Sie Information über die von AutoConnect ausgeführten Opera­tionen oder ggf. über mögliche Fehler.

AutoConnect-Diagnose

AutoConnect-Diagnose

AutoConnect-Diagnose: Information über erfolgreich angelegte Drucker

AutoConnect-Diagnose: Information über erfolgreich angelegte Drucker

AutoConnect-Diagnose: detaillierte Fehlerbeschreibung

AutoConnect-Diagnose: detaillierte Fehlerbeschreibung

  • Bei der Installation der ThinPrint Engine erscheint im Fenster ThinPrint License Server die Meldung “License server could not be found. Please enter the address of your primary ThinPrint License Server. (The RPC server is unavaila­ble. (Exception from HRESULT: 0x800706BA))”
    • Geben Sie als Lizenzserveradresse den FQDN anstelle des Hostnamens an.
  • Bei der Installation der ThinPrint Engine auf Windows Server 2012 erscheint die Meldung: “The installation of Microsoft .NET Framework 4.6 (x64) has fai­led. Setup will now exit.”
    • Starten Sie den Server neu. Führen Sie dann die Installation erneut aus.
  • In der MMC-Komponente der ThinPrint Engine erscheint in den Server-Einstel­lungen im Register ThinPrint License Server die Meldung “License server could not be found. Please enter a valid address.”
    • Geben Sie als Lizenzserveradresse den FQDN anstelle des Hostnamens an.
  • In der Ereignisanzeige von Windows erscheint die Meldung “No valid license found”.
    • Prüfen Sie auf dem Lizenzserver, ob sich im Lizenzmanager ein gültiger Lizenzschlüssel befindet. Siehe hierzu Lizenzschlüssel eingeben.
    • Prüfen Sie in der ThinPrint-Managementkonsole, ob der druckende Nutzer für ThinPrint aktiviert ist. Siehe hierzu Nutzern eine Lizenz zuweisen.
    • Prüfen Sie, ob der Rechner, auf dem die ThinPrint Engine läuft, Verbindung zum Lizenzserver hat – mit der Adresse und dem TCP-Port, die hierfür spezi­fiziert sind.
    • Löschen Sie auf dem Lizenzserver die lokale Gruppe ThinPrint Excluded Users. Siehe hierzu Nutzer ausschließen.
  • In der MMC-Komponente der ThinPrint Engine erscheint in den Server-Einstel­lungen im Register ThinPrint License Server die Meldung “License server could not be found. Please enter a valid address.”
    • Geben Sie als Lizenzserveradresse den FQDN anstelle des Hostnamens an.
  • Wenn ThinPrint-Lizenzen beim erstmaligen Einloggen eines Nutzers in eine Ter­minal-Sitzung verwendet werden, obwohl AutoConnect für den betreffenden Nutzer gar keine Drucker angelegt oder verbunden hat, dann führen Sie ein Update von ThinPrint-Version 11.0 auf 11.0.1 oder höher aus. Danach zeigt das ThinPrint Diagnostic Utility mindestens folgende Versionen an:

ThinPrint Engine 11.1.536 (statt 11.0.496)
TPAutoConnect.exe 11.0.1278 (statt 11.0.1266)
TPSvc.dll 11.0.1345 (statt 11.0.1306)

  • Wenn Sie Windows Server 2008 (x64) SP1 nutzen, haben Sie die Microsoft-Hotfixes KB958741 (Print Job Owner) und KB958656 (Client Side Rendering) installiert?
  • Wenn AutoConnect nach einem Update auf die ThinPrint-Version 11.0.2 keine Drucker mehr anlegt oder verbindet und in der Ereignisanzeige (Event Viewer) die Meldung erscheint:
    Event ID 1004 Task Category (4) TPAutoConnect Configura­tion Files: 13 – The data is invalid. (%PATH-TO-DB\TPACGlobal.db), 1
    dann ist die AutoConnect-Datenbank nicht mehr konsistent. Um dies zu behe­ben, gehen Sie wie folgt vor:

    • Überprüfen Sie, ob Ihre Mapping-Datenbank in der AutoConnect-Konfigura­tion (MMC) oder alternativ in der AutoConnect-Gruppenrichtlinie (GPO) spe­zifiziert ist.
    • Öffnen Sie die Tabelle Map Additional Printers in der AutoConnect-Konfigura­tion. Fügen Sie eine neue Zeile ein, und geben Sie in der Spalte Zieldrucker/Gruppe einen Dummy-Drucker an, z. B.:\\localhost\dummy
      Bestätigen Sie mit OK und Veröffentlichen.
    • Entfernen Sie die neue Zeile wieder, und bestätigen Sie erneut mit OK und Veröffentlichen.
  • Haben Sie sowohl für den ThinPrint Client als auch für den ThinPrint Port und für AutoConnect jeweils dasselbe Protokoll gewählt? Beispiel für RDP:
    • Haben Sie auf dem Client-Rechner den RDP-Typ des ThinPrint Clients instal­liert?
    • Mit welchem ThinPrint-Port-Typ ist das verwendete Druckertemplate verbun­den? In der Port-Konfiguration (MMC) muss das Protokoll Virtual-Chan­nel-Protokoll (ICA oder RDP) eingestellt sein.
    • Für AutoConnect muss als Verbindungsprotokoll entweder Virtual Channel (ICA oder RDP) oder Auto eingestellt und die entsprechende Pro­tokollspalte in der Dynamic Printer Matrix aktiv sein (hier R für RDP).
    • Ist der Windows-Dienst TP AutoConnect auf jedem Terminal-Server gestar­tet?
  • Wenn Sie als Protokoll TCP/IP gewählt haben:
    • Stimmen die TCP-Portnummern server- und clientseitig überein? (s. Port-Konfiguration und ThinPrint Client Manager)
    • Haben Sie darauf geachtet, dass die verwendete TCP-Portnummer nicht von der Firewall oder einem anderen Programm blockiert wird?
    • Befindet sich der Client in einem maskierten Netzwerk (NAT)? In diesem Fall müssen Sie entweder RDP bzw. ICA wählen (und clientseitig den entspre­chenden ThinPrint Client verwenden) oder zusätzlich den ThinPrint Connec­tion Service installieren.
  • Wenn Sie einen Drucker manuell angelegt haben, kontrollieren Sie die Namens­konvention des ThinPrint Ports (s. Port-Konfiguration in der MMC).

Haben Sie serverseitig die Option Verschlüsselung verwenden gewählt, dann infor­mieren Sie sich im Abschnitt Troubleshooting in der Anleitung Zertifikate generieren.

  • Wenn sich der Windows-Dienst TP AutoConnect Service nicht starten lässt, prüfen Sie die Zugriffsrechte auf den/die Ordner, in dem/denen die Konfigurati­onsdatenbanken gespeichert sind. Siehe den Abschnitt Speicherort für Auto­Connect-Einstellungen.
  • Ab dem Zeitpunkt der Aktivierung der Option Printer Self Service werden die Drucker von Nutzern, die sich neu an einer Sitzung anmelden, nicht mehr auto­matisch angelegt bzw. verbunden. Die Tabellen Map Additional Printers und Dynamic Printer Matrix stellen dann die Vorgaben für auszuwählende Drucker bereit.
  • Änderungen des Standarddruckers oder von Druckereigenschaften in einer Sitzung sind in einer zweiten Sitzung erst nach Logoff/Logon oder Trennen/Wiederverbinden verfügbar. Sollen diese jedoch sofort verfügbar sein, dann ändern Sie den AutoConnect-Registrierungswert von StoreUserSessionSettings von 7 auf 15 (dezimal) resp. F (hex).
  • Haben Sie den Speicherort für AutoConnect-Einstellungen von seinem Stan­dardpfad (C:\ProgramData\ThinPrint\TPAutoConnect\TPACGlobal.db) verlegt – z. B. auf ein Netzlaufwerk –, dann kann es vorkommen, dass Änderungen in einer der Tabellen Dynamic Printer Matrix oder Map Additional Printers nicht funktionieren. Öffnen Sie in diesem Fall eine der beiden Tabellen, fügen Sie eine Zeile hinzu, und speichern Sie die Tabelle. Diese Änderung kön­nen Sie danach gleich wieder zurücknehmen. Beim nächsten Einloggen eines Nutzers wird die AutoConnect-Konfiguration dann automatisch aktualisiert.
  • Werden beim Start von AutoConnect die richtigen Templates verwendet? Zu jedem Template muss entweder ein passender Druckername, eine Druckerklasse oder ein Eintrag in der Tabelle der Dynamic Printer Matrix exis­tieren (s. ThinPrint Client Manager und AutoConnect). Kon­trollieren Sie hierzu die Funktion von AutoConnect durch einen manuellen Auf­ruf: Öffnen Sie in einer Terminal-Sitzung die Eingabeaufforderung, wechseln Sie ins AutoConnect-Verzeichnis –z. B. C:\Program Files\Common Files\ThinPrint – und geben Sie zum Anlegen der Sitzungsdrucker ein:

tpautoconnect -d

tpautoconnect -v

(tpautoconnect -d löscht die existierenden, von AutoConnect angelegten Drucker und beendet die Anwendung innerhalb der Sitzung)

Lassen sich die Sitzungsdrucker zwar manuell mit dem Befehl TPAuto­Connect von der Kommandozeile anlegen, aber nicht automatisch mit dem Start der Sitzung, dann kontrollieren Sie alle Einstellungen von AutoConnect.

  • TCP/IP-Verbindung testen: Beim TCP/IP-Drucken muss zwischen Server- und Client-Seite eine TCP/IP-Verbindung bestehen, die eine direkte Kommunikation zum ThinPrint Client und dessen TCP-Port ermöglicht. Network Address Trans­lation (NAT) führt in diesem Zusammenhang häufig zu Problemen. Testen Sie, ob die TCP/IP-Verbindung besteht, indem Sie vom Server aus ein telnet auf den TCP-Port des ThinPrint Clients versuchen (hierzu muss ein ThinPrint Client vom Typ TCP/IP auf dem entsprechenden Client-Rechner laufen). Geben Sie am Server Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

telnet IP port (Leerzeichen zwischen IP-Adresse und TCP-Portnummer)

IP ist die IP-Adresse des Client-Rechners, port der vom ThinPrint Client verwen­dete TCP-Port. (Lesen Sie hierzu auch Register Erweitert.)

Beispiel: telnet 192.168.131.224 4000
Nach Ausführen dieses Befehls sollte ein telnet-Fenster ohne Fehlermeldung aufgehen; dann ist die Verbindung in Ordnung.

  • Werden beim Driver Free Printing die Drucker zwar mit AutoConnect in der Ter­minal-Sitzung angelegt, aber es fehlen einige Drucker-Optionen wie Papier­formate oder -quellen, dann überprüfen Sie, ob folgende Funktionen aktiviert sind:
    • Senden von Eigenschaften aktivieren im ThinPrint Client Manager
    • Einstellungen des Clientdruckers verwenden in der AutoConnect-Konfigu­ration
  • MMC-Modul High Availability Mapping:
    • Wenn mit der Funktion Drucker neu verbinden die Drucker in den Remote-Desktop-Sitzungen nicht neu angelegt bzw. verbunden werden: Starten Sie den Windows-Dienst TP AutoConnect Service neu, und ändern dessen Starttyp auf Automatisch (Verzögerter Start).
    • Wenn im Modus Failover der primäre Server auf den Status Maintenance gesetzt wird, aber AutoConnect nicht automatisch auf den sekundären Server schwenkt: Starten Sie den Windows-Dienst TP AutoConnect Service neu, und ändern dessen Starttyp auf Automatisch (Verzögerter Start).
    • Wenn nach einem Failover das Neuanlegen oder Neuverbinden der Drucker mehrere Minuten dauert, dann führen Sie ein Update von ThinPrint-Version 11.0 auf 11.0.1 oder höher aus. Danach zeigt das ThinPrint Diagnostic Uti­lity mindestens folgende Versionen an:

ThinPrint Engine 11.1.536 (statt 11.0.496)
TPAutoConnect.exe 11.0.1278 (statt 11.0.1266)
TPSvc.dll 11.0.1345 (statt 11.0.1306)

  • Session-in-Session: Prüfen Sie, ob auf dem Rechner, auf den die zweite Sitzung ausgeführt wird, eine ThinPrint Engine installiert ist. Auf dem „mittleren“ Rech­ner muss die Session-in-Session-Komponente installiert sein. Prüfen Sie hier:
    • ob der erforderliche Wert SISActive (reg_dword) in der Windows-Registrie­rung vorhanden ist und auf 1 steht (0=inaktiv, 1=aktiv). Pfad: hkey_local_machine\software\ThinPrint\TPClnRdp (bzw. \TPClnIca)
    • ob sich im Verzeichnis des ICA-Clients (resp. Citrix XenApp Plugin for Hosted Apps) – z. B. C:\Program Files (x86)\Citrix\ICA Client – die ThinPrint-Kompo­nente TPClnICA.dll befindet. Wenn nein, dann kopieren Sie diese vom Thin­Print-Programmverzeichnis – z. B. C:\Program Files\ThinPrint Engine – dort­hin. Beachten Sie auch den Abschnitt Citrix-ICA-Client nachinstalliert.
  • Seit Windows 2012 R2 können Typ-4-Treiber nicht mit Third-party-Drucker­ports verbunden werden. Verwenden Sie für ThinPrint Ports deshalb Typ-3-Trei­ber.
Beispiel für einen Typ-3-Treiber, hier Lexmark T644 (MS)

Beispiel für einen Typ-3-Treiber, hier Lexmark T644 (MS)

Previous Page
Next Page

War dies hilfreich?