Management Services – Einführung

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Zweck der ThinPrint Management Services

In großen Umgebungen kann es schon einmal passieren, dass der Überblick über die Drucker verloren geht – insbesondere, wenn diese auf viele Filialen verteilt sind. Drucker können ausgetauscht werden, sind gerade nicht verfügbar, oder solche Informationen gelangen nicht oder zu spät in die Zentrale. Um dies zu vereinfa­chen und zu automatisieren, wurden die Management Services entwickelt.

Die wichtigste Aufgabe des Management Services ist das Anlegen der erforderlichen Druckerobjekte auf Windows-Druckservern oder -Workstations – verbunden mit Standard-TCP/IP-Ports, LPR-Ports oder auch ThinPrint Ports. Dies wäre sonst mühsam und nur manuell zu bewerkstelligen – abgesehen davon, dass das Auswechseln eines Druckers in einer entfernten Niederlassung nicht immer sofort bekannt ist. Die von den Management Services angelegten Druckerobjekte werden automatisch freigegeben und können so allen Nut­zergruppen eines Unternehmens zur Verfügung gestellt werden – unabhängig davon, ob deren Anwendungen auf virtuellen oder realen Desktops laufen, auf Remote-Desktop-Session-Hosts resp. Windows-Terminal-Ser­vern oder auf anderen Systemen wie etwa Linux-, SAP-R/3- oder System-i- resp. AS/400-Hosts.

Darüber hinaus automatisieren die Management Services das Konfigurieren von Druckern mit Hilfe von Druckerobjekten, die als Templates dienen. Die Eigenschaften dieser Templates können beliebigen Druckern automatisch zugewiesen werden, der von den Management Services angelegt wird. Weiterhin können Thin­Print-Einstellungen wie Bandbreitenbegrenzung, Port-Pooling, Driver Free Printing und V-Layer zugewiesen werden.

Besonders komfortabel ist die Konfiguration des V-Layers. Dieser ermöglicht das Driver Free Printing von Remote-Desktop-Session-Hosts (Terminal-Servern), virtuellen Desktops oder Windows-Workstations zu Nicht-Windows-Endgeräten wie Terminals (Thin-Clients), Netzwerkdruckern oder Gateway-Appliances (wie ThinPrint Hub).

ThinPrint Management Services: Funktionsprinzip

Die ThinPrint Management Services (Tpms) bestehen aus den folgenden drei Komponenten:

  • Tpms.Service – die zentrale Komponente
  • Tpms.Powershell – die PowerShell-Komponente
  • Tpms.Agent – die Zielrechner-Komponente

Tpms.Powershell sendet PowerShell-Kommandos an den Tpms.Service, der wiederum dies Kommandos an die betreffenden Agenten ausliefert. Die Tpms.Agents führen die Kommandos dann lokal aus und, falls erfor­derlich, kommunizieren sie mit den beiden ThinPrint-Komponenten ThinPrint Client und ThinPrint Engine.

Im Unterschied zu den ThinPrint Engines, die lediglich auf zentralen Druckservern installiert werden, kön­nen die ThinPrint Clients auf unterschiedlichen Rechner oder Geräten zum Einsatz kommen: auf lokalen Druckservern, auf Gateway-Appliances, auf Workstations, auf Thin-Clients oder direkt auf Netzwerkdruckern. Deshalb müssen Sie bei der Planung Ihrer Druckumgebung entscheiden, welchen Weg die Druckdaten neh­men sollen. Von einem zentralen Druckserver können Sie folgende Druckwege wählen:

  • über Microsofts Druckprotokoll Standard TCP/IP direkt zu Netzwerkdruckern
  • über das klassische LPR/LPD-Protokoll direkt zu Netzwerkdruckern, lokalen Druckservern, Worksta­tions oder Thin-Clients
  • über das ThinPrint-TCP/IP-Protokoll zu ThinPrint Clients, die auf Netzwerkdruckern, lokalen Druckser­vern, Gateway-Appliances, Workstations oder Thin-Clients installiert sind
  • über eines der Sitzungsprotokolle ICA, RDP oder PCoIP zu ThinPrint Clients, die auf Workstations oder Thin-Clients installiert sind, von denen aus die Sitzung gestartet wurde. Hierbei sendet der zentrale Druckserver die Druckaufträge über die Sitzung (auf einem Terminal-Server resp. RD-Session-Host, vir­tuellen oder realen Desktop) zum Zielrechner oder -gerät
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