V-Layer

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Szenario

Die Druckdaten werden beim V-Layer-Drucken vom Terminal-Server, vom virtuellen Desk­top oder von einer Workstation zum zentralen, dedizierten Druckserver im windows­eigenen Datenformat EMF übertragen. Auf dem zentralen Druckserver werden sie vom ThinPrint Output Gateway an den nativen Druckertreiber übergeben. Ein Vorteil des V-Layers ist, dass Drucker-Freigaben auf dem zentralen Druckserver nicht mehr mit ThinPrint Ports verbunden werden und somit keiner bestimmten Namenskonvention mehr entsprechen müssen. Außerdem kann hier ThinShare genutzt werden.

Verwenden Sie die V-Layer-Komponente, wenn:

  • Nicht-Windows-Clients genutzt werden oder
  • Druckertreiber auf einem Druckserver zentralisiert werden sollen oder
  • VirtualCopy genutzt werden soll (siehe unten) oder
  • spezifische Eigenschaften wie Finishing-Optionen benötigt werden, aber das Management Center oder die Management Services nicht installiert wurde/n resp. genutzt wird/werden

Einrichtung

  • Installieren Sie die ThinPrint Engine auf dem zentralen, dedizierten Druckserver (siehe Quick-Installationsanleitung).
  • Installieren Sie auf jedem Terminal-Server, virtuellen Desktop bzw. jeder Work­station das ThinPrint Output Gateway (enthalten in ThinPrint Engine und Desk­top Agent).
  • Legen Sie auf dem zentralen Druckserver alle benötigten Drucker mit ihren nati­ven Druckertreibern an, und geben Sie diese frei.
  • Wenn Sie die Druckaufträge mit der ThinPrint Engine senden wollen, benennen Sie die Drucker entsprechend ThinPrint-Namenskonventionen um –z. B. HP Color LaserJet 4700 und Kyocera FS-C8650DN – und verbin­den Sie sie mit ThinPrint Ports (es wird empfohlen, Port-Pooling zu nutzen oder jeden Drucker mit einem separaten ThinPrint Port zu verbinden). Ansonsten verbinden Sie sie mit Stan­dard-TCP/IP- oder LPR-Ports.
Drucker mit nativen Treibern auf dem zentralen Druckserver (Beispiel)

Drucker mit nativen Treibern auf dem zentralen Druckserver (Beispiel)

V-Layer-Konfigura­tion

Für das Konvertieren der Drucker nutzen Sie anschließend das V-Layer-Konfigurati­onstool; dieses ist eine Komponente der ThinPrint Engine. Das V-Layer-Tool legt für jeden (gewählten) Drucker einen zweiten Drucker an, der das TP Output Gateway als Treiber verwendet, und überträgt die Freigabe vom alten auf den neuen Drucker. Später nimmt der neue freigegebene Drucker die Druckaufträge (von einer Desktop-Sitzung) entgegen und leitet sie an den zweiten Drucker des Paa­res weiter.

  • Markieren Sie die gewünschten, freigegebenen Drucker, und wählen Sie V-Layer aktivieren. Hierbei erhält das Output-Gateway-Objekt den Freigabenamen des nativen Druckerobjektes.
  • Entscheiden Sie außerdem, ob Sie nicht nur das Output-Gateway-Objekt, son­dern auch das (alte) native Druckerobjekt freigeben wollen.
    Sein Freigabename erhält dann den Zusatz _n_.

Hinweis! Durch das Aktivieren des V-Layers wird der Name des nativen Druckerobjektes auf das Output-Gateway-Objekt übertragen. Das native Druckerobjekt erhält am Ende des Druckernamens den Zusatz _n_. Bei Dru­ckern, die mit einem ThinPrint Port verbunden sind und deren Adressinforma­tion im Druckernamen enthalten ist, wird _n_ vor dem Doppelkreuz (#) ein­gefügt.
Zum nachträglichen Umbenennen des Druckers oder seiner Freigabe nutzen Sie die Kontext-Menü-Option Drucker umbenennen.

V-Layer aktivieren (Beispiel)

V-Layer aktivieren (Beispiel)

Native/s Druckerobjekt/e ebenfalls freigeben?

native/s Druckerobjekt/e ebenfalls freigeben?

V-Layer-Druckerpaare: Der eine Drucker eines Paares verwendet das TP Output Gateway und der andere den nativen Treiber (Beispiel)

V-Layer-Druckerpaare: Der eine Drucker eines Paares verwendet das TP Output Gateway und der andere den nativen Treiber (Beispiel)

Sollten Sie bereits Citrix Universal Print Server auf dem gleichen Server verwenden, kann dies bei der V-Layer-Funktion zu Problemen führen. Bitte deaktivieren/deinstallieren Sie aus diesem Grund den Citrix Universal Print Server bevor Sie ThinPrint V-Layer verwenden.

Beachten Sie, dass folgende Features des ThinPrint Output Gateways mit dem V-Layer nicht zur Verfügung stehen: Meine Druckeinstellungen öffnen und Druck­vorschau sowie die Einstellmöglichkeit von Komprimierungsstufen. Die Komprimierung mit Hilfe der ThinPrint Ports sowie von ThinShare wird dadurch nicht beeinträchtigt.

VirtualCopy

Mit VirtualCopy können Dokumente zeitgleich an bis zu fünf Druckern (und/oder Orten) ausgegeben werden. Als Administrator können Sie den Nutzern zu diesem Zweck ein entsprechendes Druckerobjekt zur Verfügung stellen.

  • Wählen Sie einen Drucker, bei dem V-Layer bereits aktiviert ist. Öffnen Sie das Kontextmenü, und wählen Sie VirtualCopy.
VirtualCopy auswählen

VirtualCopy auswählen

  • Nun können Sie bis zu vier weitere Drucker wählen, auf die immer automatisch mitgedruckt wird, sobald dieser V-Layer ausgewählt wird. Klicken Sie anschlie­ßend auf OK.

Hinweis: Die Option VirtualCopy finden Sie auch in den Einstellungen der Out­put-Gateway-Objekte (von V-Layern) im Druckerordner oder in der Druckverwaltung.

VirtualCopy: weitere Drucker hinzufügen

VirtualCopy: weitere Drucker hinzufügen

Wird dieser Drucker (im Beispiel: HP Color LaserJet 4700) von den Nut­zer/innen in einer Desktop-Sitzung ausgewählt (z. B. auf einem Terminal-Server), erfolgt die Ausgabe des Dokumentes auf allen voreingestellten Druckern zeitgleich. Die Nutzer/innen können an dieser Vorauswahl keine Änderungen vornehmen. Sie können lediglich im Druckerordner unter Druckereigenschaften sehen, welche Dru­cker vom Administrator voreingestellt wurden.

 

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