Hochverfügbarkeit einrichten

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Szenario

Mehrere Server, auf denen der Connection Service (CS) läuft, können mit Hilfe der Active-Directory-Komponente Domain Name System (DNS) zu einem sogenannten Cluster verbunden werden. Somit wird für die Kommunikation mit den beteiligten CS-Servern nur eine IP-Adresse benötigt.

Fällt einer der beteiligten CS-Server aus, verbinden sich die Client-Rechner (resp. der ThinPrint Hub) automatisch mit einem der verbliebenen CS-Server, und der druckende Server – im Beispielszenario der zentrale Druckserver – sendet seine Druckaufträge ebenfalls zu einem der verbliebenen CS-Server. Dabei gehen lediglich die zum Zeitpunkt des Ausfalls gerade bearbeiteten Druckaufträge verloren.

Vorbereiten der CS-Server

  • Die CS-Server – hier die Knoten(rechner) – befinden sich in einem spezifischen Subnetz (mit statischen IP-Adressen). Es kommt MCast via UDP zum Einsatz. Hierzu muss jeder Knoten wie folgt konfiguriert sein:
    • Der Parameter MCastNodeInterface gibt die IP-Adresse des Netzwerk-Interfaces an, über das kommuniziert wird.
    • Der Parameter MCastNodeIfBits gibt die Anzahl der niederwertigsten (least significant) Bits der Netzadresse an. Für die Angabe des (IPv4-)Class-C-Netzes 192.168.1.11/24 (IP-Adresse + Subnetzmaske) beispielsweise ist MCastNodeInterface=192.168.1.11 und MCastNodeIfBits=8. Ein Class-C-Netz wäre aber unnötig groß dimensioniert. Das Subnetz sollte so klein wie möglich sein, um unnötigen Traffic zu vermeiden. Zweckmäßig hierfür ist es, wenn die IP-Adressen der CS-Server möglichst dicht beieinander liegen.

Ein praktikables Beispiel wäre demnach:
MCastNodeInterface=192.168.1.11 und MCastNodeIfBits=3, d. h., ein Subnet mit 8 IP-Adressen (von 192.168.1.8 bis 192.168.1.15).

Verfahren Sie wie folgt:

  • Öffnen Sie die Konfigurationskonsole des Connection Services (Start→ ThinPrint Connection Service→ Konfiguration Connection Service).
  • Ändern Sie den TCP-Port für Server-Verbindungen zum Connection Service von 4000 auf 4002 (siehe Screenshot).

  • Öffnen Sie die Windows-Registrierung.
  • Navigieren sie dort zu hkey_local_machine\software\thinprint\tpconnect.

  • Fügen Sie hier folgende Werte hinzu:
Wert Typ Daten
MCastNodeIfBits REG_DWORD 3
(bzw. ein Wert, der alle IP-Adressen der CS-Server einschließt)
MCastNodeInterface REG_SZ <IP-Adresse des CS-Servers>
MCastNodePort REG_DWORD 4013
ReplicatorNodePort REG_DWORD 4012
ServerNodePort REG_DWORD 4014

Das Ergebnis zeigt der folgende Screenshot.

  • Starten Sie den Windows-Dienst ThinPrint Connection Service neu – z. B. mit Dienst neu starten in der Konfigurationskonsole (s. o.).

Einrichtung im DNS (am Beispiel von Windows)

  • Fügen Sie im DNS für jede IP-Adresse der CS-Server einen Eintrag hinzu.
    Verwenden Sie hierbei immer denselben Namen, z. B. CS-Cluster:

  • Verringern Sie den Wert für TTL auf z. B. 30 Sekunden. Wählen Sie hierzu in der DNS-Konfiguration View→ Advanced und öffnen dann die Eigenschaften der betreffenden DNS-Einträge. Je kleiner TTL, desto öfter wird eine neue Adresse bezogen.

  • Wenn Sie den Connection Service in einer DMZ platzieren, dann generieren Sie zusätzlich einen Alias-Namen zur Verbindung von externer und interner Adresse.

Vorbereiten der ThinPrint Engines

  • Fügen Sie im ThinPrint Port Manager einen Connection Service Port hinzu. Geben Sie hier als Adresse des Connection Services die des Clusters an, also CS-Cluster. Der TCP-Port muss mit dem im Connection Service für Server eingerichteten übereinstimmen, hier 4002.

Einrichtung auf einem der CS-Server

Die hier vorgenommene Einstellung wird automatisch mit allen anderen CS-Servern synchronisiert.

  • Geben Sie in der Konfigurationskonsole alle Client-IDs (client-id) und Authentifizierungsschlüssel (auth-key) der ThinPrint Clients hinzu, hier z. B. 66 und 666.

Alternaitiv können Sie dies auch auf der Kommandozeile erreichen mit:

tpconnect -add <client-id>:<auth-key>

Vorbereiten der ThinPrint Clients

  • Auf den Workstations (oder ThinPrint Hubs) geben Sie im ThinPrint Client ebenfalls die Cluster-Adresse des Connection Services an, hier CS-Cluster, den o. g. TCP-Port (hier 4001) sowie die im Connection Service konfigurierten Werte Client-ID (hier 66) und Authentifizierungsschlüssel (hier 666).
    Dies ist auch per Fernkonfiguration möglich.

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